| Herdenschutzhunde |
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Schon vor Jahrtausenden begann man Hunde zum Schutz von Vieh vor Raubtieren einzusetzen. Dabei entstanden spezialisierte Hunderassen, wie der Pyrenäen-Berghund in Frankreich, der Komodor und Kuvasz in Ungarn, der Tatra-Herdenschutzhund in Polen oder der Maremann-Abruzzese (Maremma) in Italien. In den meisten Ländern, in denen Wölfe niemals ausgerottet worden sind, ist der Einsatz von Herdenschutzhunden auch heute noch eine bevorzugte Maßnahme zum Schutz von Nutztieren. Auch in Deutschland etabliert sich diese effektive Methode wieder und einige größere Schafherden im Lausitzer Wolfsgebiet werden inzwischen von Pyrenäenberghunden oder Maremmas geschützt.Bei Herdenschutzhunden handelt es sich nicht um Hütehunde, die dazu ausgebildet werden die Herde von einer Weide auf die nächste zu treiben. Herdenschutzhunde sind ausschließlich zur Verteidigung der Nutztiere da. Sie wachsen bei den Tieren auf, die sie schützen sollen. Auf diese Weise mit Schafen oder Ziegen sozialisiert, akzeptieren die Hunde die Herde als ihre Familie und bleiben Tag und Nacht bei ihr. Bei einer Störung oder Bedrohung, also beispielsweise einem sich nähernden Wolf, positionieren sich die Hunde zwischen ihrer Herde und dem Wolf und schlagen an. Die große Erscheinung und das Bellen der Hunde reicht im Allgemeinen schon aus, den Wolf fern zu halten. Es ist empfehlenswert, pro Herde mindestens zwei Hunde, bei größeren Herden auch drei oder mehr, einzusetzen, um den Schutz auch zu gewährleisten, wenn mehrere Wölfe angreifen und von verschiedenen Seiten versuchen an die Beute zu gelangen.Die Erziehung der Herdenschutzhunde erfordert viel Kenntnis und Erfahrung, denn nur ein einwandfrei funktionierender, erwachsener Hund kann die Nutztiere effektiv schützen. Bei zu starker Beziehung zu Menschen oder zu geringer Bindung an die Herde besteht die Gefahr, dass sich Hunde von der Herde entfernen. Schlecht sozialisierte Hunde können ihrerseits Schafe hetzen und damit die Herde beunruhigen. Erfahrene Herdenschutzhunde dagegen bieten guten Schutz vor Angriffen durch Wölfe. |




Schon vor Jahrtausenden begann man Hunde zum Schutz von Vieh vor Raubtieren einzusetzen. Dabei entstanden spezialisierte Hunderassen, wie der Pyrenäen-Berghund in Frankreich, der Komodor und Kuvasz in Ungarn, der Tatra-Herdenschutzhund in Polen oder der Maremann-Abruzzese (Maremma) in Italien. In den meisten Ländern, in denen Wölfe niemals ausgerottet worden sind, ist der Einsatz von Herdenschutzhunden auch heute noch eine bevorzugte Maßnahme zum Schutz von Nutztieren. Auch in Deutschland etabliert sich diese effektive Methode wieder und einige größere Schafherden im Lausitzer Wolfsgebiet werden inzwischen von Pyrenäenberghunden oder Maremmas geschützt.
zwischen ihrer Herde und dem Wolf und schlagen an. Die große Erscheinung und das Bellen der Hunde reicht im Allgemeinen schon aus, den Wolf fern zu halten. Es ist empfehlenswert, pro Herde mindestens zwei Hunde, bei größeren Herden auch drei oder mehr, einzusetzen, um den Schutz auch zu gewährleisten, wenn mehrere Wölfe angreifen und von verschiedenen Seiten versuchen an die Beute zu gelangen.