Wolf reißt Schafe bei Göbeln
19.10.2011

Bei zwei Übergriffen auf eine Schafherde wurden in der Nacht zu Montag, den 17.10.11, und am Dienstag, den 18.10., bei Göbeln in der Gemeinde Großdubrau (Landkreis Bautzen) zwei Schafe von einem Wolf getötet. Zwei weitere Tiere werden vermisst.

Die Herde befand sich auf einer Koppel, die mit einem Elektrozaun geschützt war. Das Schaf, das am Montag getötet worden war, befand sich außerhalb der Koppel. Die Herde war am Montag aus der Koppel ausgebrochen. Beim zweiten Übergriff befanden sich das tote Schaf und der Rest der Herde innerhalb der Umzäunung. Der Zaun wies an zwei Stellen Schwachstellen auf. Wie der Wolf in die Koppel eindringen konnte ist unklar.

Zur Vorbeugung von Schäden sollten Nutztiere im Wolfsgebiet geschützt werden. Einen effektiven Schutz bietet ein handelsüblicher Elektrozaun. Wichtig ist, dass die Umzäunung an allen Seiten geschlossen ist und keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden vorhanden sind.

Schaf- und Ziegenhalter, die ihre Tiere hinter stationären Holz- oder Maschendrahtzäunen halten, die nicht stromführend sind, sollten diese regelmäßig kontrollieren und Schlupflöcher zeitnah verschließen. Auch scheinbar kleine Schlupflöcher werden durch Wölfe als Ansatzpunkte genutzt, um sich unter Zäunen durchzugraben.

Wo die Möglichkeit besteht, sollten Schafe und Ziegen über Nacht im Stall untergebracht werden.

Die Anschaffung von Herdenschutz-Material (z.B. Elektrozaun) wird vom Freistaat Sachsen gefördert. Bei weiteren Fragen zu den Schutzmaßnahmen und zur Förderung stehen Ihnen die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises und Herr Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung unter der Telefonnummer 0172/3757602 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zur Verfügung.