Wölfe reißen Schafe und Ziege
10.10.11:
In der Nacht auf Freitag, den 07.10.11, wurde in der Gemeinde Wittichenau OT Spohla (Landkreis Bautzen) ein Schaf von einem Wolf getötet. Das tote Tier befand sich außerhalb der Koppel, die mit einem Elektrozaun geschützt war. Auch der Rest der Herde war aus der Koppel ausgebrochen.

Am Wochenende kam es zu zwei weiteren Rissen. Dabei wurde eine angebundene Ziege in der Gemeinde Schönfeld OT Kraußnitz (Landkreis Meißen) vom Wolf getötet. In der Gemeinde Hohendubrau OT Gebelzig (Landkreis Görlitz) wurde ein angepflocktes Schaf getötet. Hier ist der Wolf als Verursacher nicht auszuschließen.

In letzter Zeit häufen sich durch Wölfe verursachte Schäden an Nutztieren im Freistaat Sachsen. In vielen Fällen waren die getöteten Tiere dabei nicht oder nicht ausreichend geschützt. Oft handelte es sich um Schafe die über Nacht angebunden im Freien gehalten wurden oder deren Koppel an Gewässern nicht eingezäunt war. In einigen Fällen kam es aber trotz anerkannter Schutzmaßnahmen zu Schäden, weil der Wolf nicht Strom führende Zäune untergraben hat. In diesen Fällen werden die betroffenen Tierhalter durch den Freistaat entschädigt.

Einen effektiven Schutz bietet ein handelsüblicher Elektrozaun. Wichtig ist, dass die Umzäunung an allen Seiten geschlossen ist und keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden vorhanden sind.
Schaf- und Ziegenhalter, die ihre Tiere hinter stationären Holz- oder Maschendrahtzäunen halten, die nicht stromführend sind, sollten diese regelmäßig kontrollieren und Schlupflöcher zeitnah verschließen. Auch scheinbar kleine Schlupflöcher werden durch Wölfe als Ansatzpunkte genutzt, um sich unter Zäunen durchzugraben.
Wo die Möglichkeit besteht, sollten Schafe und Ziegen über Nacht im Stall untergebracht werden.

Die Anschaffung von Herdenschutz-Material (z.B. Elektrozaun) wird vom Freistaat Sachsen gefördert. Bei weiteren Fragen zu den Schutzmaßnahmen und zur Förderung stehen Ihnen die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises und Herr Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung unter der Telefonnummer 0172/3757602 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zur Verfügung.