Wölfe reißen Schafe in Gemeinde Thiendorf und westlich von Hoyerswerda
20.09.11:
In der Nacht zu Montag, dem 19.09.11, wurde bei Sacka (Gemeinde Thiendorf, Landkreis Meißen) ein ungeschütztes Schaf vom Wolf gerissen. Das Tier wurde über Nacht angepflockt auf einer Wiese gehalten.
Die Gemeinde Thiendorf befindet sich im Gebiet des Königsbrücker Rudels, das sich 2011 in der Königsbrücker Heide etabliert hat. In Gebieten wo sich Wölfe neu etablieren müssen sich die Tierhalter darauf einstellen, dass sie ihre Tiere gut vor Wolfsübergriffen schützen, da Schafe und Ziegen eine besonders leichte Beute für den Wolf sind.

In derselben Nacht wurden westlich von Hoyerswerda drei Schafe von Wölfen getötet und ein Schaf verletzt. Die Tiere befanden sich auf einer Koppel, die von einem festen Maschendrahtzaun umgeben war. Der Wolf hat sich unter dem Zaun hindurch gegraben.
Schaf- und Ziegenhalter, die ihre Tiere hinter stationären Zäunen halten, die nicht stromführend sind, sollten diese regelmäßig kontrollieren und Schlupflöcher, die möglicherweise durch Füchse oder Bodenunebenheiten entstanden sind, verschließen. Auch scheinbar kleine Schlupflöcher werden von Wölfen als Ansatzpunkte genutzt, um sich unter Zäunen durchzugraben.

Wo die Möglichkeit besteht, sollten zur Vorbeugung von Nutztierschäden Schafe und Ziegen über Nacht im Stall untergebracht werden. Alternativ können sie auch mit einem handelsüblichen Elektrozaun bzw. einem massiven Zaun aus Holz oder Maschendraht geschützt werden. Wichtig ist, dass die Zäune keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden bieten und an allen Seiten geschlossen sind.
Die Anschaffung von Herdenschutz-Material (z.B. Elektrozaun) wird vom Freistaat Sachsen gefördert. Informationen zur Förderung erhalten Sie über Herrn Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung unter folgender Telefonnummer: 0172/3757602.