| In Sachsen bislang keine Verluste von Kälbern durch Wölfe |
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08.06.2010 Anfang Mai wurde in Süd-Brandenburg im Revier des Welzower Wolfsrudels ein neugeborenes Kalb tot aufgefunden. Laut Landeslabor Berlin Brandenburg ergab die Sektion, dass Wölfe als Verursacher nicht ausgeschlossen werden können. Insgesamt meldete die betroffene Agrargenossenschaft einen Verlust von 4 Kälbern, zwei davon wurden nicht gefunden und konnten daher nicht untersucht werden. Die beiden anderen wurden außerhalb der Koppel aufgefunden. Unklar blieb obr sie sich bereits außerhalb der Koppel befanden oder in der Koppel getötet und anschließend herausgezogen wurden. In Sachsen ist seit dem 10-jährigen Vorkommen von Wölfen noch kein Schaden an Rinderherden durch Wölfe vorgekommen. Die bisherigen Erfahrungen auch aus anderen Ländern zeigen, dass Kälber, die sich in der Herde befinden, durch die Wehrhaftigkeit der erwachsenen Rinder gut geschützt sind. Verluste an Rinderkälbern treten daher grundsätzlich selten auf. Rinderkoppeln sollten allerdings so aufgebaut sein, dass Kälber die Umzäunung nicht verlassen können. Die Meldung über das gerissene Kalb in Süd-Brandenburg löste auch bei sächsischen Rinderhaltern erhebliche Sorge aus. Seit dem 20.05.10 wurden an das Wolfsmanagement in Sachsen vier tote Kälber gemeldet, bei denen die Halter Wölfe als Todesursache vermuteten. Bei allen stellte sich bei der umfassenden Begutachtung vor Ort heraus, dass sie nicht von Wölfen getötet worden waren. Anders als das Kalb in Süd-Brandenburg waren sie ohne Fremdeinwirkung während oder kurz nach der Geburt gestorben. |
