08.06.2010 Anfang Mai wurde in Süd-Brandenburg im Revier des Welzower Wolfsrudels ein neugeborenes Kalb tot aufgefunden. Laut Landeslabor Berlin Brandenburg ergab die Sektion, dass Wölfe als Verursacher nicht ausgeschlossen werden können. Insgesamt meldete die betroffene Agrargenossenschaft einen Verlust von 4 Kälbern, zwei davon wurden nicht gefunden und konnten daher nicht untersucht werden. Die beiden anderen wurden außerhalb der Koppel aufgefunden. Unklar blieb obr sie sich bereits außerhalb der Koppel befanden oder in der Koppel getötet und anschließend herausgezogen wurden. In Sachsen ist seit dem 10-jährigen Vorkommen von Wölfen noch kein Schaden an Rinderherden durch Wölfe vorgekommen. Die bisherigen Erfahrungen auch aus anderen Ländern zeigen, dass Kälber, die sich in der Herde befinden, durch die Wehrhaftigkeit der erwachsenen Rinder gut geschützt sind.
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24. Februar 2010: Medieninformation des Sächsisches Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
Die Europäische Kommission hat heute (24. Februar 2010) die Entschädigung von gewerblichen Nutztierhaltern bei Schäden durch den Wolf in Sachsen genehmigt. „Ich freue mich, dass unser Bemühen in Brüssel über eine rechtliche Regelung der Entschädigung erfolgreich war. Erstmals hat die Kommission damit in der EU eine Beihilfe zum Ausgleich für Schäden durch dieses Raubtier zugelassen. Ein wichtiger Erfolg für Sachsen und seine Tierhalter in der Wolfsregion, die auch den anderen Bundesländern helfen wird“, sagte Umweltminister Frank Kupfer nach Bekanntwerden der Entscheidung. Mit der Genehmigung können künftig auch alle gewerblichen Nutztierhalter die Wolfsschäden in vollem Umfang ersetzt bekommen. Bis zu 7.500 Euro innerhalb von drei Jahren zu 100 Prozent, darüber hinaus zu 80 Prozent. „Dennoch erhalten die Betroffenen Landwirte eine Entschädigung für den gesamten Schaden. Denn die fehlenden 20 Prozent werden von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe übernommen“, ergänzte Kupfer. …
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12. Februar 2010 Gestern wurden auf einer abgelegenen Weide im Lausitzer Seenland (Gemeinde Elsterheide, Landkreis Bautzen) zwei Schafe von einem Wolf gerissen, ein weiteres verletzt. Zudem kam es durch den Wolfsangriff bei zwei Schafen zu Verlammungen (zwei totgeborene Lämmer). Die Koppel mit ca. 120 Schafen war von einem Elektrozaun umgeben, der durch die hohe Schneelage niedriger war als gewöhnlich und nicht ausreichend unter Strom stand. Ein junger Herdenschutzhund, der sich bei den Schafen befand, konnte größeren Schaden verhindern. Da unter den gegenwärtigen Witterungsbedingungen das Anbringen von Flatterband nicht möglich ist, wird die Herde nun zusätzlich durch zwei Herdenschutzhunde aus dem mobilen Einsatzteam geschützt, das auf Initiative des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft im letzten Jahr eingerichtet wurde.
Die Schafweide befindet sich im Kerngebiet des Seenland-Rudels, in dem im Mai 2009 fünf Welpen geboren wurden. |
04. Januar 2010 Der Schaden an Nutztieren in Sachsen, bei denen Wölfe als Verursacher festgestellt oder nicht ausgeschlossen werden konnten, betrug im Jahr 2009 insgesamt 21 tote und 1 verletztes Schaf. Im Jahr 2008 wurden 56 Schafe gerissen und 4 Schafe verletzt. Der Nutztierschaden hat sich um mehr als die Hälfte reduziert, obwohl sich die Anzahl der Wolfsrudel in Sachsen gegenüber 2008 nicht verändert hat. Die Höhe der Nutztierschäden steigt nicht zwangsläufig mit der Anzahl der Wölfe, die in einem Gebiet leben, sondern hängt vor allem auch von der Anwendung von Herdenschutzmaßnahmen ab. …
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06.11.2009
In der Nacht vom 05.11. zum 06.11.09 wurde in Nardt (Gemeinde Elsterheide, Landkreis Bautzen) ein Schaf gerissen. Das Schaf war auf einer Wiese neben Häusern angebunden. Ein Wolf ist als Verursacher nicht auszuschließen. Durch das Einkoppeln mit einem ringsum geschlossenen Elektrozaun, oder das Einstallen der Tiere über Nacht, können Nutztierschäden minimiert werden. Die Haltung in der Nähe von Gebäuden bietet an sich keine Sicherheit für Schafe und Ziegen, denn Wölfen laufen im Schutze der Dunkelheit zuweilen unmittelbar an bewohnten Häusern vorbei, so wie man es auch von Rehen und Wildschweinen kennt. |
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