Projekt "Wanderwolf" PDF Drucken E-Mail
Im Rahmen des Projektes "Wanderwolf" sollen über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren Informationen über die Raumnutzung und zum Abwanderungsverhalten der sächsischen Wölfe erhoben werden. Im Rahmen des Projektes ist vorgesehen, jährlich drei bis max. fünf Wölfe mit einem GPS-GSM Halsbandsender auszustatten, um regelmäßig Daten zum Aufenthaltsort der entsprechenden Wölfe zu erhalten.
Das Projekt "Wanderwolf" wird auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und der Projektgruppe „Wanderwolf" bestehend aus der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. (GzSdW), dem Internationalen Tierschutz-Fonds gGmbH (IFAW), dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und dem World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF) durchgeführt. Die Kooperationspartner beteiligen sich zu gleichen Teilen an diesem Projekt.
Das Wildbiologische Büro LUPUS wurde durch die Kooperationspartner beauftragt, im Rahmen des Monitorings die Wölfe mit den entsprechenden GPS-GSM Halsbandsendern zu versehen und eingehende Daten zu erfassen und auszuwerten.
In den Jahren 2009 bis 2011 wurde bereits eine Pilotstudie zu diesem Thema im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) von dem Wildbiologischen Büro LUPUS durchgeführt. Im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungsvorhabens (F+E Vorhaben) wurde sechs Wölfen (zwei erwachsene und vier Welpen) ein GPS-GSM Halsbandsender angelegt. Die Ergebnisse aus diesem Pilotprojekt führten zu wichtigen Erkenntnissen über das Raum-Zeitverhalten, die Revier-Nutzung und zur Abwanderung von Wölfen in Deutschland, machten jedoch gleichzeitig deutlich, dass wesentlich mehr Daten benötigt werden, um allgemeine Aussagen treffen zu können.

Im Rahmen des Projektes „Wanderwolf", welches Anfang 2012 begann, wurde bisher ein Wolf besendert:

Wolf 1 (FT7, „Marie"): am Mittwoch, den 02.05.2012, wurde vom Wildbiologischen Büro LUPUS eine einjährige Wölfin (Jährlingsfähe) aus dem Milkeler Rudel (sächsisches Wolfsgebiet) gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet. Die Wölfin war zum Zeitpunkt des Fanges 27 kg schwer.


Mehr Informationen zu den Projektpartnern:
GzSdW
IFAW
NABU
SMUL
WWF