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Nutztierschäden
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24.Februar 2010: Medieninformation des Sächsisches Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft Die Europäische Kommission hat heute (24. Februar 2010) die Entschädigung von gewerblichen Nutztierhaltern bei Schäden durch den Wolf in Sachsen genehmigt. „Ich freue mich, dass unser Bemühen in Brüssel über eine rechtliche Regelung der Entschädigung erfolgreich war. Erstmals hat die Kommission damit in der EU eine Beihilfe zum Ausgleich für Schäden durch dieses Raubtier zugelassen. Ein wichtiger Erfolg für Sachsen und seine Tierhalter in der Wolfsregion, die auch den anderen Bundesländern helfen wird“, sagte Umweltminister Frank Kupfer nach Bekanntwerden der Entscheidung. Mit der Genehmigung können künftig auch alle gewerblichen Nutztierhalter die Wolfsschäden in vollem Umfang ersetzt bekommen. Bis zu 7.500 Euro innerhalb von drei Jahren zu 100 Prozent, darüber hinaus zu 80 Prozent. „Dennoch erhalten die Betroffenen Landwirte eine Entschädigung für den gesamten Schaden. Denn die fehlenden 20 Prozent werden von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe übernommen“, ergänzte Kupfer. …
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Sonstiges
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16. Februar 2010: Am vergangenen Samstag, dem 13.02.10, wurde auf einem Feld südlich von Doberschütz (Gemeinde Malschwitz, Landkreis Bautzen) ein Wolf fotografiert. In der Nähe wurde auch ein frischer Rehriss gefunden. Der Wolf wurde am gleichen Tag kurze Zeit später beim Überqueren der B 156 in Richtung Stausee von Autofahrern beobachtet. Insgesamt liegen den Wolfsbeauftragten aus dem Zeitraum 11.02. bis 13.02. neun protokollierte Sichtungsmeldungen aus dem nordöstlich von Bautzen gelegenen Bereich zwischen Niederkaina, Kreckwitz, Doberschütz und dem Stausee vor. Spätere Sichtungen aus dem Gebiet sind nicht bekannt. Beobachtungen von Wölfen am Tag kommen eher selten vor, da sich die Tiere tagsüber meist in ungestörte Einstände z.B. Waldgebiete zurückziehen. Nach Beurteilung der Fotos und den Umständen der geschilderten Beobachtungen, scheint es sich bei dem bei Doberschütz fotografierten Wolf um ein junges Tier zu handeln, das einen Streifzug in der Umgebung seines Elternrevieres unternommen hat. Dem Sichtungsort am nächsten liegt das Territorium des Daubaner Rudels, aber auch die Milkeler Wölfe leben nicht weit entfernt. …
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Nutztierschäden
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12. Februar 2010: Gestern wurden auf einer abgelegenen Weide im Lausitzer Seenland (Gemeinde Elsterheide, Landkreis Bautzen) zwei Schafe von einem Wolf gerissen, ein weiteres verletzt. Zudem kam es durch den Wolfsangriff bei zwei Schafen zu Verlammungen (zwei totgeborene Lämmer). Die Koppel mit ca. 120 Schafen war von einem Elektrozaun umgeben, der durch die hohe Schneelage niedriger war als gewöhnlich und nicht ausreichend unter Strom stand. Ein junger Herdenschutzhund, der sich bei den Schafen befand, konnte größeren Schaden verhindern. Da unter den gegenwärtigen Witterungsbedingungen das Anbringen von Flatterband nicht möglich ist, wird die Herde nun zusätzlich durch zwei Herdenschutzhunde aus dem mobilen Einsatzteam geschützt, das auf Initiative des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft im letzten Jahr eingerichtet wurde.
Die Schafweide befindet sich im Kerngebiet des Seenland-Rudels, in dem im Mai 2009 fünf Welpen geboren wurden. |
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Nutztierschäden
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04. Januar 2010: Der Schaden an Nutztieren in Sachsen, bei denen Wölfe als Verursacher festgestellt oder nicht ausgeschlossen werden konnten, betrug im Jahr 2009 insgesamt 21 tote und 1 verletztes Schaf. Im Jahr 2008 wurden 56 Schafe gerissen und 4 Schafe verletzt. Der Nutztierschaden hat sich um mehr als die Hälfte reduziert, obwohl sich die Anzahl der Wolfsrudel in Sachsen gegenüber 2008 nicht verändert hat. Die Höhe der Nutztierschäden steigt nicht zwangsläufig mit der Anzahl der Wölfe, die in einem Gebiet leben, sondern hängt vor allem auch von der Anwendung von Herdenschutzmaßnahmen ab. …
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Besenderte Wölfe
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18. Dezember 2009: Von dem bis nach Weißrussland gewanderten Wolf „Alan“ werden keine GPS-Signale mehr empfangen. Der am 13.03.09 besenderte Jungwolf des Nochtener Rudels hatte Ende April sein Elternterritorium in der Lausitz verlassen und in ca. zwei Monaten Polen durchquert. Zuletzt hielt sich der Rüde im Grenzgebiet zwischen Weißrussland und Litauen auf. Vor einigen Wochen fiel der Sender aus. Ob es sich um einen technischen Defekt handelt, oder ob der Wolf getötet wurde, ist unbekannt.
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