Untersuchungsergebnis Todfunde
31. August 2007
Die Untersuchung der am 07.08.2007 auf dem Westteil des Truppenübungsplatzes Oberlausitz in der Neustädter Heide tot aufgefundenen Wölfin ergab, dass das Tier an inneren Verletzungen gestorben ist. Die Verletzungen sind auf eine heftige Einwirkung von außen zurückzuführen. Wohlmöglich hat ein Wildschwein den Wolf attackiert. Eine Kollision mit einem Fahrzeug ist eher unwahrscheinlich, da die Wunden relativ weit unten am Bauch zugefügt wurden.
Die eine Woche später am 15.08.2007 wurde in der Rochauer Heide eine Wölfin tot aufgefunden. Waldarbeiter hatten das Tier in einer Dickung entdeckt, nachdem sie Aasgeruch bemerkt hatten. Das Tier wurde ebenfalls am Berliner Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht.
Die Wölfin wies klare Hinweise auf eine Schussverletzung auf. Die isolierten Metallpartikel gehörten zu einem Teilmantelgeschoss, wie es bei der Jagd verwendet wird. Der Schuss verursachte massive Verletzungen im linken Oberarm und zerriss wichtige Blutgefäße, war aber nicht sofort tödlich. Nach einer anfänglichen panikartigen Flucht wird sich das Tier bald erschöpft und in die Dickung eingeschoben haben.
Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt in dem Fall. Unter anderem soll untersucht werden, ob die sichergestellten Geschosspartikel sich zur Identifizierung der Tatwaffe eignen.