Wolf "Alan" nach Polen gewandert
Bonn, 22.05.2009: Halsbänder senden zuverlässig wichtige Daten für die Forschung
Von den beiden im März besenderten Jungwölfen des Nochtener Rudels ist MT3 („Alan“) inzwischen bis nach Nordpolen gewandert und befindet sich aktuell 400 km Luftlinie nordöstlich seines Heimatterritoriums.
Der Wolf hat am 23.04. sein Elternrudel verlassen und seitdem über 600 km zurückgelegt. Nachdem er 20 km südlich von Danzig die Autobahn A1 überquert hat, hält er sich jetzt nahe westlich der Masuren auf.

Sein Bruder MT2 („Karl“) hält sich nach wie vor im Territorium des Nochtener Rudels in der Oberlausitz auf. Im März hatte der Jungwolf einen 2,5 wöchigen Ausflug bis nach Treuenbriezen in Brandenburg
unternommen und war dann wieder in das Nochtener Revier nach Sachsen zurückgekehrt.
Der dritte im Rahmen des F+E Vorhabens „Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung von Wölfen in Deutschland“ besenderte Wolf hat bisher keine größeren Ausflüge unternommen.

Das im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördertem Projekt soll helfen, das Verhalten von Wölfen, die
abwandern, zu erforschen. Die Erkenntnisse zum Ausbreitungsverhalten können in Managementpläne einfließen und auch bei der gezielten Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zum „Neubürger Wolf“ genutzt werden.
Das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz informiert in regelmäßigen Abständen auf der Internetseite www.wolfsregion-lausitz.de über den Fortgang des Projektes.