Allgemeines Wölfe und Nutztiere PDF Drucken E-Mail
schafeSchafe und Ziegen passen vollkommen in das Beutespektrum des Wolfes, da dieser auf Huftiere als Beute spezialisiert ist. Unzureichend geschützte Schafe und Ziegen sind eine besonders leicht erreichbare Nahrungsquelle für den Wolf, weil sie im Gegensatz zu Reh, Hirsch und Wildschwein nicht über funktionierende Flucht- oder Verteidigungsfähigkeiten verfügen. Da Wölfe nicht zwischen erlaubter Beute (freilebende Wildtiere) und unerlaubter Beute (Schafe und Ziegen) unterscheiden können, müssen Nutztiere im Wolfsgebiet gut geschützt werden.
Zur Abwehr bzw. Minimierung von Nutztierschäden gibt es keine ultimative Schutzmethode, sondern vielmehr eine individuelle Anpassung der Herdenschutzmöglichkeiten an die jeweils vorliegenden Gegebenheiten der Tierhaltung.
Grundsätzlich bietet die Haltungsform von Schafen in der Wolfsregion Lausitz vergleichsweise gute Koexistenzvoraussetzungen mit Wölfen, denn in den meisten Fällen weiden die Schafe auf Koppeln, die von Elektronetzzäunen umschlossen sind. Einige Halter im Nebenerwerb schützen die Schafe auch hinter hohen Maschendrahtzäunen und/oder stallen sie über Nacht ein, was eine gute Sicherheit gewährleistet. Hauptberufliche Schäfer schützen ihre großen Herden effektiv mit Herdenschutzhunden.
In Sachsen besteht für Schaf- und Ziegenhalter, sowie Betreiber von Wildgattern im Wolfsgebiet die Möglichkeit, Fördermittel für die Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Nutztieren zu erhalten (siehe Förderung /Fördergebiet).