Verletzter Wolf bei Königswartha gefunden
17.02.2012:
Am Donnerstag, den 16.02.2012, wurde bei Königswartha (Landkreis Bautzen) ein verletzter Wolf vom Jagdpächter im Wald gefunden. Nach tierärztlicher Untersuchung und in Rücksprache mit Fachleuten, entschied die zuständige Naturschutzbehörde, das Tier einzuschläfern, da kaum Heilungschancen bestanden.

Der Wolf wies mehrere entzündete Wunden auf. Möglicherweise hat eine Blutvergiftung zu der Schwächung des Tieres beigetragen. Zur weiteren Untersuchung wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin gebracht.
Bei dem Wolf handelt es sich um das Vatertier des Milkeler Rudels.

Dies ist bereits der zweite tote Wolf im Jahr 2012, Anfang Januar wurde die Fähe des Daubaner Rudels überfahren.

 
Wölfin in die Natur zurück entlassen
17.01.2012

Der weibliche Welpe des Nochtener Rudels, welcher am 4. Dezember 2011 auf der S131 zwischen Neuliebel und Rietschen von einem Auto angefahren und verletzt wurde, konnte am 07.01.2012, nach 5 wöchiger Quarantäne im Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V., wieder in die freie Natur entlassen werden. Das Tier hatte bei dem Unfall einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten, der tierärztlich behandelt wurde. Die junge Wölfin wurde, mit einem GPS-GSM Halsbandsender versehen, im elterlichen Territorium wieder frei gelassen.

Das Kontaktbüro wird in den kommenden Wochen über weitere Erkenntnisse informieren.

 
Wolf überfahren
06.01.2012:
Am Freitag, den 06.01.2012, wurde gegen 6.20 Uhr morgens ein Wolf auf der S121 zwischen Kaschel und Lieske (Landkreis Görlitz) von einem Auto überfahren. Es handelt sich um einen ausgewachsenen weiblichen Wolf. Der Unfall ereignete sich im Revier des Daubaner Rudels, welches seit 2008 nachgewiesen ist.

Seit 2006 wurden insgesamt 23 Wölfe im Lausitzer Wolfsgebiet tot aufgefunden. Mehr als die Hälfte – 15 Wölfe -  fiel dem Straßenverkehr zum Opfer, zwei weitere  wurden von Zügen überfahren. Zwei Wölfe wurden illegal geschossen, zwei starben an natürlichen Ursachen und  in zwei weiteren Fällen konnte  die Todesursache bisher nicht ermittelt werden.

 
Strafanzeige gegen Unbekannt wegen überfahrenem Wolf
07.12.2011:
Am vergangenen Freitag, den 02.12.2011, wurde südlich von Driewitz (Gemeinde Lohsa, Landkreis Bautzen) ein Wolfswelpe von einem Auto überfahren (das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz" berichtete gestern darüber).

Da durch die vor Ort vorgefundene Spurenlage eine Straftat nicht ausgeschlossen werden kann, wird das Landratsamt Bautzen bei der Staatsanwaltschaft Bautzen Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Die Polizeidienststelle wurde bereits am Samstag über eine mögliche Straftat im Zusammenhang mit dem tot aufgefundenen Wolf informiert.
Der Wolf ist nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Danach ist es verboten, Wölfe absichtlich zu fangen, zu verletzten oder zu töten, sowie ihre Wohn- und Ruhestätten aufzusuchen, zu beschädigen oder zu zerstören. Verstöße gegen das Natur- und Artenschutzrecht können mit hohen Geldstrafen oder gar mit Haftstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden.

 
Toter und verletzter Wolf
06.12.2011:
Am Freitagabend, den 02.12.2011, wurde südlich von Driewitz ein Wolfswelpe auf einem Waldweg von einem Auto überfahren. Es handelt sich um einen weiblichen Welpen des Milkeler Rudels. Das Spurenbild, das vor Ort vorgefunden wurde, lässt darauf schließen, dass die Wölfin hochflüchtig auf dem Waldweg entlang lief und dann von einem Auto überrollt wurde. In diesem Bereich befinden sich zunächst beidseitig, danach nur noch auf einer Wegseite Kulturzäune zum Schutz von Waldverjüngungen.

Am Sonntag, den 04.12.2011, wurde ein weiblicher Welpe des Nochtener Rudels auf der S131 zwischen Neuliebel und Rietschen von einem Auto angefahren und verletzt. Das Tier flüchtete zunächst in den Wald, wurde später von Mitarbeitern des Wolfmanagements eingefangen und in die Quarantänestation im Tierpark Görlitz gebracht. Bei der Untersuchung wurde ein Schienbeinbruch festgestellt. Die Wölfin wird bis zu ihrer Genesung in der Auffangstation bleiben, um dann wieder in die Natur entlassen zu werden.

Im Jahr 2011 wurden bislang insgesamt zehn Wölfe im Lausitzer Wolfsgebiet tot aufgefunden. Sieben Wölfe wurden überfahren, eine junge Wölfin wurde illegal geschossen und bei zwei Totfunden ist die Todesursache unklar.